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Berühmte Frauen, Band 1.

 

 

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Berühmte Frauen, Band 1. 300 Porträts.

von Pusch Luise F. (Hrsg.).
Insel Frankfurt, 1999
broschiert

Inhalt:

'Berühmte Frauen' ist ein biographisches Nachschlagewerk mit Lexikon Charakter und informiert exakt, abwechslungsreich und unterhaltsam über große Frauen aller Epochen und Länder.
Mit Porträts von Berenice Abbott, Anne Stuart, Simone de Beauvoir, Ingrid Bergman, Maria Callas, Coco Chanel, Isadora Duncan, Elisabeth von Österreich, Indira Gandhi, Clara Haskil, Billie Holiday, Frida Kahlo, Katharina von Medici, Petra Kelly, Rosa Luxemburg, Mata Hari, Evita Perón, Simone Weil, Virginia Woolf, Unica Zürn und vielen anderen.

Gibt es nicht schon genug Frauenbücher? Wozu denn nun noch ein frauenbiographisches Lexikon? Dazu eine kleine Geschichte: Ende 1998 bekam Luise F. Pusch ein Fax von der Frauenbeauftragten einer norddeutschen Stadt, sie möge ihr umgehend Kurzbiographien von Physikerinnen zurückfaxen. Der Bauausschuß der Stadt wollte nämlich vier neue Straßen nach Physikern nennen, und sie kämpfte nun um Physikerinnen-Benennung. In der Stadt gab es unter 280 Straßen bis dahin keine einzige, die nach einer Frau benannt worden war. Anfang 1999 kam die Erfolgsmeldung: Die Straßen wurden benannt nach Marie Curie, Agnes Pockels, Lise Meitner und Maria Goeppert-Meyer. Bei der nächsten Gelegenheit kann die Frauenbeauftragte das vorliegende Lexikon zu Hilfe nehmen und sich anhand der diversen Register im Anhang informieren.
Auch nach 30 Jahren Frauenbewegung haben wir noch immer unter einer Umweltverschmutzung besonderer Art zu leiden: Unsere Umgebung ist patriarchal durchseucht, die Verantwortlichen wie die Betroffenen merken es meist nicht einmal und müssen buchstäblich "mit der Nase darauf gestoßen werden", daß dies für Frauen eine Zumutung ist und daß etwas geändert werden muß. "Es geht nicht darum, daß die Frauen noch mehr Leistungen zu erbringen haben, sondern vielmehr darum, daß die Leistungen der Frauen endlich sichtbar gemacht, wahrgenommen und erinnert werden", sagte Rita Süssmuth im November 1998 anläßlich der Eröffnung der Ausstellung "Politeia" im Bonner Frauen-Museum. Sicher ist, daß die Frauen zur Geschichte und zur Kultur im selben Maße beigetragen haben wie die Männer, aber die männliche Geschichtsschreibung hat den weiblichen Beitrag entweder trivialisiert oder marginalisiert oder "vergessen".
Aus einer verzerrten Wahrnehmung der Realität kann nichts Gutes erwachsen. Für unsere psychische Gesundheit ist es wichtig, daß wir wahrgenommen werden. Die Psychologie spricht hier von "Spiegelung". Wenn ein Kind nicht "gespiegelt" wird, keine Aufmerksamkeit für seine Freuden, Leiden und Leistungen bekommt, kann es sich nicht entwickeln. Es erkrankt an Hospitalismus und verkümmert seelisch, selbst wenn für alle körperlichen Bedürfnisse gut gesorgt ist.
Unsere Herrenkultur spiegelt normalerweise nur Männer wider; sie erhalten routinemäßig die Botschaft, daß sie bedeutsam und wichtig sind. Die Frauen erhalten die entgegengesetzte Botschaft, daß sie nämlich nicht der Rede wert sind.
Das vorliegende Lexikon spiegelt uns, indem es unsere Geschichte und Leistungen würdigt. Und es liefert die notwendige Information wie weitere Spiegelungen aller Art, für Gedenkveranstaltungen, Gedenkmünzen, Sondermarken, Geldscheine, Intercity-Züge.
"Frauenemanzipation", sagt Gerda Lerner, "ist ohne genaue Kenntnis der Frauengeschichte nicht möglich." Und: "Die bisher aufgezeichnete und interpretierte Darstellung der Vergangenheit der Menschheit ist partiell und lückenhaft, weil sie die Vergangenheit der Hälfte der Menschheit übergeht, und sie ist verzerrt, weil sie die Geschichte nur aus dem Blickwinkel der männlichen Hälfte der Menschheit wiedergibt." In seiner entschieden frauenbewußten Sprache will unser frauenbiographisches Lexikon einen Beitrag zur "Entzerrung" leisten und den Blick auf die andere (bessere?) Hälfte der Menschheit richten.

* * * * *

Noch selten habe ich lexikalisches Buch so schnell verschlungen, wie dieses hier. Pusch hat ja so recht: Frauen sind nicht der Rede wert, kommen nicht vor. Und dann die grosse Überraschung: eine Sammlung mit Hunderten von tollen, genialen, begabten, aufopfernden, intelligenten, SUPERFRAUEN.
Katharina

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